მეხსიერება

Nun sitze ich hier, gedankenverloren. Die Wärme der Sonne wird von meinem Körper aufgenommen, wie ein Schwamm, der sich voller Wasser saugt. Und dann kommt dieses Gefühl wieder in mir hoch. Dieses Gefühl der Sehnsucht. Ich fühle mich beinahe leer, ausgelaugt und nicht am richtigen Ort. Die Klänge der kleinen Vögel, die eben erwacht sind ertönen in meinem Ohr. Wie gerne würde ich sie ersetzen durch das zarte Zwitschern der Vögel eines anderen Ortes.

Ich denke an Tbilisi. An Georgien. An das Land, in dem alles begann. Die Stadt, mit der ich so eine große Verbundenheit spüre, wie mit sonst keiner auf dieser Welt. Die Straßen Tbilisis. Der abgefallene Putz meiner alten Wohnung auf der Khvichia Straße, nahe der U-Bahn Haltestelle der technischen Universität, auf der Saburtalo Linie gelegen. Die heiteren Gespräche mit meinen Mitbewohnern, das gedankenverlorene Schlendern durch die Stadt. Die Blicke der Menschen, die voller Idealismus sind. Der Geruch des frischen Flieders im Café Purpur. Das Alleinsein in der Altstadt. Ach, was habe ich den Drang mein Leben in dieser Stadt zu verbringen. Vielleicht schaffe ich es dann, die brüchige Fassade der Häuser und meiner Selbst zu verkleiden, dem Traum der Freiheit hingegeben.

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